Kassaei kritisiert Wahlwerbung
Dienstag, 22. Januar 2008, 13:55 Uhr
Abgelegt unter: public relations, wahlkampf

hessenspd.jpgDie Frankfurter Rundschau lässt auf ihrem Online-Portal von Amir Kassaei aktuelle Wahlplakate des hessischen Landtagswahlkampfes bewerten. Kassaei ist Chief Creative Officer der DDB Gruppe Deutschland und einer der jüngsten Kreativchefs Europas.

Kassaei zerreist die politische Werbung in der Luft und bemängelt Ideen- und Konzeptlosigkeit. Die mit unter mangelhafte Plakatwerbung im Landtagswahlkampf ist eine Sache, ob Kassaei es jedoch besser kann, weiß ich nicht zu beurteilen.

Skeptisch hat mich ein alter Artikel aus dem Handelsblatt werden lassen. Vor drei Jahren hatte die Zeitung - anlässlich der HartzIV-Proteste - renommierte Agenturen gebeten, eigene Anzeigenmotive zum Thema zu entwickeln. Herausgekommen ist bei der DDB ein eintöniges Plakat, das im Kleingedruckten sogar noch einmal einen alten, abgenutzten Spruch aus der Mottenkiste hervorholt: „Fragen Sie nicht mehr, was Ihr Land für Sie tun kann. Fragen Sie lieber, was Sie für Ihr Land tun können.“ Im begleiteten Artikel versteigt sich Kassaei in die Feststellung „Bei Hartz IV geht es um Tatsachen, da hilft es keinem, mit emotionalen Welten zu kommen.“
Als ob Werbung mit kalten, harten Fakten und Tatsachen und ohne emotionale Ansprache jemals funktioniert hätte!


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