Streiks im Second Life
Dienstag, 4. Dezember 2007, 02:01 Uhr
Abgelegt unter: politik

Eigentlich war es eine ganz normale Auseinandersetzung zwischen zwei Tarifparteien. Nachdem IBM Italien die jährliche Gewinnbeteiligung für die Beschäftigten von rund 1000 Euro jährlich streichen wollte, ging die Gewerkschaft RSU auf die Barrikaden. Allerdings wurde dieses Mal nicht vor den realen Werkstoren demonstriert, sondern vor der IBM-Niederlassung im Second Life.

Die Manager-Avatare waren davon genausowenig begeistert wie die italienischen IBM-Bosse. Inzwischen wurde in neues Vertragswerk zwischen den beiden Parteien ausgehandelt - mit der geforderten Leistungprämie für die Beschäftigten. Auch wenn ich persönlich den Hype um Second Life nicht nachvollziehen kann und glaube, dass diese virtuelle Welt nicht dauerhaft (erfolgreich) existieren wird, ist die Protestaktion doch ein weiteres Beispiel dafür, wie sich Netz-Öffentlichkeit im Web formieren kann und dabei in die “reale” Welt hineinwirken kann. 


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